Montag, 26 August 2019 18:12

Qualifikation zu den Paul Hunter Classic

Die Paul Hunter Classic wurden dieses Jahr als Einladungsturnier veranstaltet.
Anders als in den Jahren zuvor war somit nicht mehr Worldsnooker verantwortlich und die Teilnahme für die Profis an dem mittlerweile liebgewonnenen Turnier nicht mehr automatisch möglich.
Neben 15 gesetzten Spielern gab es aber die Möglichkeit im Rahmen eines Turniers der German Snooker Tour sich für das Hauptfeld zu qualifizieren. An der Spitze der Teilnehmerliste stand der langjährige Profi Barry Pinches. Er konnte die PHC im Jahr 2007 sogar schon einmal gewinnen.
Weitere gute Chancen rechnete sich auch der Ex-Profi Sydney Wilson aus. Er nutzte die Veranstaltung auch für einen Familienbesuch in München.
Neben einigen deutschen Spielern und dem in Deutschland ansässigen Omar Alkojah gab es auch noch weitere internationale Teilnehmer aus der Schweiz, Malta, Rumänien, Ukraine und Kroatien die sich Hoffnung auf eine Teilnahme im Hauptfeld machten.

Ein Spieler der aus Armenien anreisen wollte bekam aber dank seines iranischen Passes kein Visa und mußte seine Teilnahme absagen.


In den 12 Gruppen setzten sich in den best of 5 Matches jeweils die stärksten Spieler ohne große Überraschung durch. Die Highlights hierbei waren ein Break von 91 Punkten von Omar Alkojah sowie 91 und 90 Punkte von Sydney Wilson.
In den anschließend ausgetragenen KO Runden erhöhte sich das Spielniveau nochmals. Barry Pinches erzielte das höchste Break des Turniers von 109 Punkten. Ein weiteres Century spielte Sydney Wilson und Omar Alkojah konnte ebenfalls noch eine Serie von 94 Punkte auf dem grünen Tuch erzielen.


Eine Überraschung wäre fast Jürgen Kesseler gelungen. In seinem Match mit dem erst 13 Jahre alten Ukrainer Iulian Boiko lag er schon 2-0 in Führung. Trotz aller Erfahrung konnte er diesen Vorsprung nicht über die Ziellinie bringen und verlor die nächsten 3 Frames knapp.

Zwischen den Spielen hatten alle Teilnehmer genügend Zeit sich hier die Freizeit online zu vertreiben.


Die endgültige Entscheidung über die Qualifikation erfolgte erst am nächsten Tag.
Für Boiko war scheinbar das knappe Spiel vom Vortag ein Ansporn. Er setzte sich erst im Viertelfinale gegen Alkojah mit 3- 0 durch und bezwang im Anschluß Wilson mit 3-1. Der fühl-te sich von der Spielweise seines Gegners an Judd Trump erinnert.
Pinches konnte ein rein ukrainisches Finale verhindern und bezwang Sergey Isaenk mit 3-1.
Im letzten Match des Tages konnten beide Spieler jeweils knapp und hart umkämpft 2 Fra-mes gewinnen. Somit mußte die Entscheidung in einem Decider fallen. Nach einer guten Sa-fety von Pinches wußte sich Boiko nicht anders zu helfen als einen Alles-oder-Nichts Stoß zu versuchen. Der schwierige Einsteiger gelang und wurde auch noch mit einer guten Position belohnt aus der das Nachwuchstalent ein entscheidendes Break von 65 Punkten spielte.


Durch diesen Sieg hatte er somit die Qualifikation zu den Paul Hunter Classic und den zusätz-lich ausgetragenen Speed Cup überraschend gesichert.
Da sein geplanter Gegner Shaun Murphy verletzungsbedingt ausgefiel, durfte er gegen Ricky Walden antreten. Hier konnte Boiko seine Chancen nicht nutzen und hatte der Erfahrung des langjährigen Profis nicht viel entgegenzusetzen.
Im Speed Cup war er dank seines guten und schnellen Spielstils noch in der Lage ein Match zu gewinnen und somit für Ihn ein erfolgreiches Turnier zu bestreiten.